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Tag der Arbeit – der wichtigste Tag der Sozialdemokratie

27. April 2016

Tag der Arbeit – der wichtigste Tag der Sozialdemokratie

Der 1. Mai ist ein wichtiger Feiertag für die Sozialdemokratie

Der 1. Mai ist für uns SPÖ-Frauen ein wichtiger Feiertag. Wir wollen, dass Frauen und Männer von ihrer Arbeit leben können und gerechte Bedingungen vorfinden. In Österreich wurde der erste Mai zum ersten Mal 1890 von den SozialdemokratInnen in Wien und anderen Städten begangen. Faire Arbeitsbedingungen, der 8-Stunden Tag – das waren die wichtigsten Forderungen, die die ArbeitnehmerInnen aufgrund oft unzumutbarer Bedingungen in den Fabriken erhoben.

Seither hat sich viel verändert.

ArbeitnehmerInnenrechte wurden von SozialdemokratInnen und den GewerkschafterInnen Schritt für Schritt erkämpft. Diese Rechte wurden von den SozialpartnerInnen verhandelt und auch gesetzlich fixiert. Das hat die Arbeitswelt entscheidend verändert und die Bedingungen für ArbeitnehmerInnen deutlich verbessert. Aber es gibt viel zu tun.

 

Frauendialog: Arbeitszeit. Arbeitswert.

Nach der Wirtschaftskrise ist die Situation am Arbeitsmarkt sehr angespannt. Viele Frauen und Männer klagen über Überforderung und fühlen sich unter Druck gesetzt. In dieser Situation ist es besonders wichtig, dass die soziale Sicherheit gewährleistet bleibt. Zu diesem Thema haben wir SPÖ-Frauen zum Frauentag unseren österreichweiten Frauendialog gestartet, der das ganze Jahr läuft. Wir haben damit bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Wir wollen unsere Ziele und Schwerpunkte im Dialog festlegen.

 

Die Sozialdemokratie kämpft für Frauenrechte

Auch in der Frauenbewegung hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr viel getan. Mädchen und Frauen sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Ausbildungswege und Berufe stehen Frauen heute offen. Der Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz, gesetzliche Gleichstellung von Frauen und Männern – das alles ist Ergebnis von beharrlichem Einsatz. Das Thema Gleichberechtigung ist heute aus dem öffentlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Dass das Thema auch von vielen missbraucht wird, die auf dem Rücken der Frauenpolitik und damit auf dem Rücken der Frauen Ängste schüren wollen und billige Hetze betreiben macht wütend. Wir Sozialdemokratinnen sind es, die hartnäckig und kontinuierlich für die Rechte der Frauen kämpfen.

 

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit

Wir wollen die Lohnschere schließen und mehr Chancen für Frauen in der Arbeitswelt schaffen. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern beträgt noch immer 22,4 Prozent. Jahr für Jahr rücken wir mit dem Equal Pay Day um ein paar Tage weiter nach hinten. Das bedeutet eine kontinuierliche Verbesserung. Aber der Fortschritt geht viel zu langsam!

Wir sind beharrlich und hartnäckig.

In vielen Bereichen können wir Erfolge verbuchen. So zeigen beispielsweise die staatsnahen Betrieben, dass die Quote wirkt. Der Anteil der Frauen, die der Bund in staatsnahe Unternehmen entsendet, liegt nun bei 38 Prozent. 2008 waren es noch 16 Prozent.

 

Arbeitszeit

Ein wichtiges Thema ist die Arbeitszeit. Derzeit klafft die Arbeitszeit von Frauen und Männern auseinander.

Das bedeutet:

> Männer machen sehr viele Überstunden.

> Frauen arbeiten oft Teilzeit und erledigen zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Bereits jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit.                  Teilzeit ist    für viele vor allem dann interessant, solange ihre Kinder klein sind. Dann müssen Frauen aber die Chance haben, aus der Teilzeitfalle wieder herauszukommen. Denn Teilzeit bedeutet weniger Lohn und damit auch weniger Pension.

> Der Umstieg zu Vollzeit muss leichter werden.

Dabei haben wir einen wichtigen Erfolg erzielt.

Das von uns geforderte Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte wurde beschlossen. Das bedeutet, dass Teilzeitkräfte im Unternehmen informiert werden müssen wenn eine Vollzeitstelle extern ausgeschrieben wird. Wir wollen, dass die Arbeit zwischen Frauen und Männern gerecht aufgeteilt wird – im Arbeitsleben und bei bezahlten und unbezahlten Arbeit.
Arbeit neu bewerten und gerecht entlohnen

Ein Teil der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern liegt in der unterschiedlichen Bewertung von Arbeit. Branchen, in denen sehr viele Frauen beschäftigt sind, wie zum Beispiel in Sozialberufen, werden deutlich schlechter entlohnt als beispielsweise technische Berufe. Gerade in den Pflegeberufen sind die körperlichen und psychischen Anforderungen sehr hoch. Auch die Verantwortung ist in vielen Sozialberufen sehr hoch. Hier brauchen wir unbedingt eine gesellschaftliche Diskussion, damit die Kriterien, die der Bezahlung zugrunde liegen, neu diskutiert werden.
Väter wollen sich an der Familienarbeit beteiligen.

Damit wir die Lohnschere schließen, brauchen wir in Zukunft auch eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit. Vor kurzem haben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Alois Stöger ein EU-Projekt für mehr Väterbeteiligung vorgestellt. Denn immer mehr Väter wollen sich an der Familienarbeit beteiligen. Dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen passen.

Eine Mehrheit der Bevölkerung – 52 Prozent – wünscht, dass sich Männer in Zukunft mehr an der Kinderbetreuung und Pflege beteiligen.

Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei jungen Menschen bis 24 Jahren – da sind es 61 Prozent. In der Altersgruppe bis 44 Jahre wünschen es sich 58 Prozent.

In der Arbeitswelt gibt es aber noch viele Hürden. Es muss erst in den Köpfen der ArbeitgeberInnen verankert werden, dass auch Männer in Karenz gehen und Zeit für Kinderbetreuung und –pflege brauchen. Denn wer von Anfang an beim Heranwachsen seines Kindes dabei ist, wird besser seinen Teil an der Familienarbeit leisten wollen.

Aber auch die Unternehmen müssen einen Beitrag leisten, damit die Arbeit gerecht aufgeteilt werden kann. Es braucht familienfreundliche Arbeitszeiten, Wiedereinstiegshilfen nach der Karenz für Mütter und Väter, betriebliche Weiterbildung, Betriebskindergärten und vieles mehr.

 

Kinderbetreuung  und -bildung

Die SPÖ setzt sich beharrlich für einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen ein. Die Regierung investiert dazu in dieser Legislaturperiode 305 Millionen Euro für Kinderbetreuung. Weitere 800 Millionen Euro werden für den Ausbau der Ganztagsschulplätze investiert. Denn eine ganztägige Kinderbetreuung ist die Voraussetzung, dass Eltern Beruf und Familie unter einen Hut bringen können. Und sie ist auch für die Kinder sehr wichtig und wertvoll. Für uns SozialdemokratInnen ist besonders wichtig, dass jede und jeder die gleiche Chancen auf eine gute Bildung von klein an hat. Früher beginnen, später trennen, individuell fördern. Das ist unsere Devise.

 

Wir wollen unsere Konzepte und Schwerpunkte im Dialog erarbeiten.

Bis 5. Mai können Ideen und Forderungen zum Frauendialog zum Thema Arbeit, sowie Diskussionsbeiträge an geschickt werden.

Arbeit ist unser Thema. Hoch der 1. Mai!

 

 

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