Geplante Schließung der Polizeiinspektion Prambachkirchen ist ein Sicherheits-Rückschritt – „Gerade in unsicheren Zeiten ein ganz falsches Signal“
Thomas Antlinger, SPÖ-Landtagsabgeordneter: „Wer Sicherheit will, darf nicht die Präsenz im ländlichen Raum ausdünnen.“
Die bekannt gewordenen Pläne, die Polizeiinspektion Prambachkirchen noch 2026 zu schließen und Aufgaben nach Eferding zu verlagern, stoßen bei SPÖ-Landtagsabgeordnetem Thomas Antlinger auf scharfe Kritik.
„Viele Menschen fühlen sich derzeit ohnehin verunsichert – durch internationale Krisen, wirtschaftlichen Druck und neue Formen von Kriminalität. Und genau in dieser Situation soll die Polizei im Ort zusperren? Das ist das völlig falsche Signal.“
Für Antlinger geht es dabei nicht nur um organisatorische Fragen, sondern um Vertrauen und Sicherheit im Alltag:
„Für ältere Menschen bedeutet eine Polizeiinspektion im Ort Sicherheit. Für Familien bedeutet sie schnelle Hilfe, wenn etwas passiert. Für Opfer von Betrug oder Gewalt bedeutet sie eine niederschwellige Anlaufstelle. Sicherheit beginnt mit Nähe – nicht mit Zentralisierung.“
Eine Streife, die aus einem anderen Ort kommt, kann eine feste Anlaufstelle nicht ersetzen. „Eine Inspektion ist mehr als ein Dienstplan. Es geht um Ortskenntnis, um persönliche Kontakte, um Prävention, um das Gefühl: Der Staat ist da.“
Antlinger warnt davor, den ländlichen Raum Schritt für Schritt auszudünnen:
„Wenn Posten schließen, wenn Bankfilialen verschwinden, wenn Infrastruktur abgebaut wird – dann bleibt bei den Menschen das Gefühl zurück: Wir werden weniger wichtig genommen. Dieses Gefühl darf Politik nicht erzeugen.“
Er fordert daher einen sofortigen Stopp der Pläne und eine echte Personaloffensive statt Standortabbau.
„Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Man kann sie nicht einfach wegsparen. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit braucht es ein klares Bekenntnis: Der Staat bleibt vor Ort.“
Foto: MecGreenie