Gallspach
Hohen Besuch konnten die MitarbeiterInnen und BewohnerInnen der ASSISTA Langzeitrehabilitation in Gallspach am 3. April empfangen. Gesundheitsminister Alois Stöger und LAbg Erich Pilsner besuchten gemeinsam mit Bgm. Siegfried Straßl und Vzbgmin Karin Meindlhumer die Einrichtung und ließen sich von den BereichsleiterInnen durchs Haus führen, das im Auftrag der Sozialabteilung im Zentrum von Gallspach gebaut wurde.
Das Wohnhaus zur Betreuung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (z.B.: nach Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung, Hirninfarkt) weist eine sehr gute Infrastruktur auf und ist nur 4 km von der Bezirksstadt Grieskirchen entfernt, die auch mit öffentlichen Bussen gut erreichbar ist.
Langzeitrehabilitation synapse gallspach
Viele Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma) leben sozial isoliert und gehen aufgrund einer massiven Einschränkung der Selbständigkeit keiner Aktivität im Alltag mehr nach. Sehr häufig treten Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensauffälligkeiten auf, die unter Umständen noch durch fehlende Krankheitseinsicht verstärkt werden. Häufig zerbrechen Partnerschaften und Sozialstrukturen der Familien an dieser großen Belastung und Herausforderung. Deshalb kann ein optimales Gesundungspotential nur dann ausgeschöpft werden, wenn eine Weiterführung der therapeutischen Maßnahmen, eine Unterstützung im pflegerischen Bereich sowie parallel dazu die psychosoziale Begleitung der KlientInnen und ihrer Familien gewährleistet ist. Aus diesem Grund bietet assista in der Langzeitrehabilitation Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen die Möglichkeit, einen neuen Stellenwert im sozialen Leben zu erzielen, der Autonomie und Individualität mit einschließt. Die KlientInnen lernen ihre Defizite und Ressourcen zu erkennen, Lösungsstrategien mit Unterstützung zu erarbeiten und Kompensationstechniken im Alltag anzuwenden.
Die Maßnahme wird in einer offenen therapeutischen Gruppe von 6 KlientInnen in der Wohngruppe und 3 KlientInnen in den Trainingswohnungen geführt. Der stationäre Aufenthalt beträgt max. 24 Monate. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, wenn Plätze frei sind.
Ziele der Langzeitrehabilitation
Nach Beendigung der Maßnahme leben Menschen mit komplexen erworbenen Hirnschädigungen entsprechend ihren Zielsetzungen in einer Umwelt, die ihre Partizipation nachhaltig unterstützt.
Sie bewältigen die Herausforderungen, die sich durch die Hirnschädigung für sie stellen. In diesem Sinn gestalten sie den Alltag und ihre vielfältigen Beziehungen basierend auf einem passenden Verständnis ihrer Identität.
Assista Gallspach